Diese leckere Linsenbolognese ist richtiges Seelefutter und ein tolles Feierabendrezept. Sie ist richtig einfach gemacht und eine tolle Alternative zur bekannten Bolo ohne Fleisch.
Leckere Bolognese muss nicht immer mit Fleisch sein – diese vegane Linsenbolognese schmeckt uns noch besser!
Bolognese ist ein typisch italienisches Gericht (sie stammt aus Bologna) und nennt sich eigentlich “Ragù alla bolognese”. In Italien wird sie meistens mit Tagliatelle serviert, aber zum Beispiel auch für Lasagne verwendet.
Um die italienische Küche dreht es sich bei uns im Haushalt natürlich häufig, da mein Mann Italiener ist. Und da Bolognese quasi DAS go-to italienische Essen ist, hatten wir ein bisschen Angst vor der Veganisierung.
Aber was soll ich sagen? Wir sind begeistert!
Natürlich, sie schmeckt nicht 100%ig wie “echtes” Ragù, aber mindestens mal genau so lecker und kommt geschmacklich wirklich sehr nah ran.
Eigentlich wird ja auch nur das Hackfleisch durch Linsen ersetzt, so bleibt sogar ein ähnliches Mundgefühl und Bissfestigkeit erhalten.
Ich habe die Bolognese ansonsten genauso zubereitet, wie ich es von meiner italienischen Schwiegermutter (einer Expertin sozusagen) gelernt habe. Dazu leckere Spaghetti, köstlich! Wobei eigentlich ist die Pasta Sorte der Wahl zu Ragú ja eigentlich Tagliatelle, aber wir lieben es auch so.
Sie schmeckt fast genau so, nur die Konsistenz ist ein wenig anders, kommt für uns aber sehr nah an die “richtige” Bolognese ran. Selbst mein Mann war überzeugt.
Tipp: Püriere die Hälfte der Sauce nach dem Kochen und mische dann wieder alles zusammen. Die Sauce wird dann ein wenig cremiger und hat trotzdem einen leichten Biss.
Der Vorteil bei der Linsenbolognese ist, dass sie nicht so lange braucht, bis sie fertig ist. Es reicht, sie köcheln zu lassen, bis die Linsen gar sind und schon kann sie serviert werden.
Wenn du das Rezept liest, fragst du dich vielleicht: Was ist eigentlich Soffritto?
Die italienische Form des Suppengemüses ist das so genannte Soffritto. Es bildet wie in der deutschen Küche die Basis vieler Gerichte, beispielsweise der berühmten Bolognese-Soße.
Bei uns besteht Suppengemüse aus Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lauch und Petersilie. Das Soffritto hat da keine so strengen Regeln, Zwiebeln sollten allerdings nicht fehlen!
In meinem Rezept besteht das Soffritto aus Zwiebel, Karotte und Sellerie, was zumindest in Norditalien meist die Basis zu sein scheint. In eine italienische Linsenbolognese kommt bei uns auch kein Knoblauch rein, obwohl ich ja sonst fast alles mit Knoblauch zubereite. Aber hier halte ich mich zurück.
📋 Zutaten
- Olivenöl **(Affiliate Link)
- Zwiebel
- Karotte
- Staudensellerie
- Gehackte Tomaten
- Gemüsebrühe
- Linsen
- Rotwein
- Tomatenmark
- diverse Kräuter
- Lorbeerblatt
- Zucker
- Salz und Pfeffer
Ansonsten benötigst du noch ein Messer, optional einen Foodprocessor **(Affiliate Link) und einen großen Topf.
Kleiner Tipp
Das vollständige Rezept mit Mengen- und Nährwertangaben findest du ganz unten. Einfach weiter scrollen. Oder ganz oben den “Direkt zum Rezept” Button nutzen :-)
🥣 Zubereitung
Gemüse hacken und Soffritto anschwitzen.
Tomatenmark dazu und kurz mit anbraten.
Mit Rotwein ablöschen, alle anderen Zutaten dazugeben und ein paar Minuten köcheln lassen.
Abschmecken und servieren!
Darum ist vegane Linsenbolognese so unglaublich gut:
- Sie ist vegan und einfach zuzubereiten
- Sie ist voller guter Vitamine und Ballaststoffe
- Sie kann definitiv mit einer richtigen Bolognese mithalten!
Zutaten in der Linsenbolognese austauschen
Tomaten: Ich nehme normalerweise gehackte Tomaten aus der Dose. Du kannst aber auch frische Tomaten nehmen.
Achte dann darauf, dass es eine süßere Sorte ist und gib genug Wasser dazu, damit die Bolognese nicht zu trocken wird.
Natürlich gehen auch geschälte oder passierte Tomaten.
Linsen: Grüne, braune oder rote Linsen **(Affiliate Link), dir sind quasi keine Grenzen gesetzt. Am besten, finde ich, sieht es mit roten Linsen aus, aber nimm einfach was du da hast.
Grüne Linsen **(Affiliate Link) fühlen sich etwas “fleischiger” an und kommen daher dem traditionellen Ragú näher, finden wir.
Solltest du besondere Linsen nehmen, achte auf die Kochzeit und die Wassermenge, Beluga-Linsen haben zum Beispiel nur eine Kochzeit von 25 Minuten.
Rotwein: Nicht jeder mag oder möchte Rotwein in seiner Bolognese haben. Du kannst den Rotwein entweder gegen mehr Brühe oder Wasser tauschen und, für den Geschmack, noch einen Schuss Balsamicoessig in die Bolognese geben. Damit hast du dann auch die Säure vom Rotwein abgedeckt.
Du kannst aber auch Weißwein oder sogar Sekt nehmen.
Die Oma meines Mannes hat ihre Bolognese immer mit Sherry gekocht.
Sellerie: Der Staudensellerie kann auch gegen ein kleines Stück Knollensellerie getauscht werden.
Tipp: Da wir selten eine ganze Staude Sellerie auf einmal brauchen, schneide ich die Stangen immer in Stücke und friere sie dann ein. Wenn ich dann eine Bolognese koche, entnehme ich mir einfach, was ich brauche.
Für Saucen und Suppen ist das super praktisch, da der Sellerie dann eh gekocht wird und es nichts ausmacht, wenn er nicht mehr super knackig ist.
Variationen
Gemüse: Der Linsenbolognese kannst du super noch diverse Gemüse hinzufügen. Zum Beispiel Pilze, mehr Soffritto oder auch da andere Gemüsesorten mit dazu.
Wenn du deinen Kindern mehr Gemüse “unterjubeln” willst, püriere die Bolognese einfach am Ende noch schnell mit dem Stabmixer. ;-)
Gewürze/Kräuter: Ja, die Bolognese ist italienisch und deswegen verwende ich auch italienische Kräuter. Aber warum nicht mal etwas ausprobieren?
Zum Beispiel Koriander, Ingwer und Knoblauch statt der italienischen Kräuter hinzufügen und damit eine multikulturelle indische Bolognese (also ähnlich wie ein Daal) kreieren?
Knoblauch: Der ist in einer richtigen Bolognese nicht zwingend enthalten, den kannst du aber nach Geschmack gerne mit dem Siffrotto zusammen am Anfang anbraten.
Wozu? Die Bolognese geht nicht nur super zu Nudeln, du kannst sie auch zu leckeren Gnocchi als Sauce reichen oder als Füllung für Lasagne oder Cannelloni verwenden.
⭐ FAQ
Genau wie bei der normalen Bolognese koche ich meist einen großen Topf dieser Linsenbolognese vor, die ich dann portionsweise einfriere.
Super für ein schnelles Abend- oder Mittagessen, man muss nur noch Nudeln kochen und die Sauce aufwärmen und schon ist es eine vollständige Mahlzeit!
Ja auf jeden Fall, sie wird mit der Zeit sogar ein bisschen würziger, wenn sie durchzieht. Die Bolognese ist locker 3-4 Tage im Kühlschrank haltbar, wenn du sie gut abdeckst und immer wieder direkt in den Kühlschrank stellst.
Wie ich schon beim Tomatensalat schrieb: ein wenig Süße unterstützt den Geschmack der Tomaten unglaublich gut.
Ein bisschen Zucker, Reissirup o.ä., kitzelt noch ein wenig mehr aus dem Geschmack heraus.
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Vegane Linsenbolognese
Zutaten
- 2 EL Olivenöl
- 1 große Zwiebel
- 1 mittelgroße Karotte
- 1 Stange Staudensellerie
- 2 Dosen gehackte Tomaten (je 400ml)
- 600 ml Gemüsebrühe
- 250 g Linsen hier grüne
- 120 ml Rotwein
- 2 EL Tomatenmark
- 2-3 Stängel Basilikum ODER je 1TL Rosmarin, Oregano, Basilikum (getrocknet)
- 2-3 Stängel Oregano
- 1 Zweig Rosmarin, klein
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL Zucker
- Salz & Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Fange mit dem Soffritto an, indem du die Zwiebel, Karotte und den Sellerie fein würfelst oder in einem Foodprocessor hackst.
- Erhitze dann das Öl auf mittlere bis hohe Temperatur in einem großen Topf, der mindestens 2 Liter fasst und schwitze das Gemüse an, bis die Zwiebeln glasig sind (ca. 5-6 Minuten) und gib schon mal 1 TL Salz hinzu.
- Drehe die Temperatur auf mittlere Hitze und gib dann das Tomatenmark dazu und brate es kurz mit an, um die Bitterstoffe zu lösen
- Lösche nun alles mit dem Rotwein ab und lasse es köcheln, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
- Gib nun die restlichen Zutaten in den Topf und lasse es auf kleiner mit mittlerer Hitze mit Deckel für ca. 40-45 Minuten köcheln, bis die Linsen gar sind. Rühre zwischendurch mal um, damit nichts ansetzt.
- Schmecke nochmal mit Salz und Pfeffer ab und serviere das Ragú mit Nudeln oder auch zu Gnocchi oder nutze es als Lasagne-Füllung.